Poetry Schlemm Artikel

Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ – Bertold Brecht

In dieser Reihenfolge lief auch der „Poetry Schlemm“ am 10.02.2017 im Hölderlin-Gymnasium ab, zumindest wenn man das „Fressen“ durch ein zivilisiertes und sogar mit einer Warteschlange versehenes „Essen“ ersetzt. Die Kombination aus Kochkunst und Literatur bestand an diesem Freitag aus einem Weltbuffet und dem bereits siebten Poetry Slam, beides organisiert von der SMV.

Die von Schülern und Eltern mitgebrachten Speisen aus aller Welt reichten von schwäbischen Regionalitäten über koreanischen Kuchen bis hin zu arabischem Bulgursalat. Das üppige Buffet schmeckte den knapp 70 Besuchern, die aus Schülern, ehemaligen Schülern, sowie auch Eltern oder Lehrern bestanden. Nachdem eine Band gemächliche Jazz Musik in der HöGy Aula gespielt hatte und die Besucher für den anstehenden Poetry Slam einen Sitzplatz gefunden hatten begann der Slam mit den beiden Moderatoren Fee und Jasmin. Die erste Gruppe, die mit selbst geschriebenen Texten gegen einander performen durften, bestand aus Schülern der Klassen 5 – 8. Zwei Schüler der Klasse 5 traten unter ihrem Teamnamen „Zuckertörtchen“ auf und eine Schülerin der 8. Klasse fragte sich auf der Bühne, was sie denn überhaupt vortragen solle. Das eigentliche „Opferlamm“ des Abends, der erste Slammer des Abends, der das Publikum erst in Stimmung bringen musste, begeisterte die Zuhörer äußerst, sodass er zum ersten Gewinner des Abends gekürt wurde. Weiter ging es mit der Gruppe 2 und einer Altersstufe höher, nämlich gleich vier Oberstufenschülern. Zwischen philosophischen Texten von Welten und Vögeln ging es doch um alltäglichere Dinge wie das letzte Fußballspiel oder der Frage nach dem Sinn bei Apple Earpods. Letzteres wurde von Lukas Bühner vorgetragen und gewann die Runde. Dieser hatte jedoch nun keine Zeit, sich auf seinem Triumph auszuruhen, denn die Pause begann und wurde wieder von der Band mit Lukas, Philipp und Jeremias angenehm begleitet. Die Alten unter den Jungen starteten erholt als Gruppe 3 in den Abend. Texte über den letzten Junggesellenabschied eines Freundes oder die Gedanken über Anhalter vom ehemaligen HöGyianer Olli Kuron brachten das Publikum zum Lachen. Der Gewinnertext von Marius Loy aus Esslingen jedoch überzeugte mit seinem ehrlichen Text über studierte Geisteswissenschaftler. Die drei Gewinner durften gleich ihren jeweils zweiten Text vortragen und damit dem Publikum noch die letzten Botschaften mitgeben. Alles in allem ein wundervoller Abend, der den perfekten Einstieg ins Wochenende markierte. Bedanken möchten wir uns noch bei allen Slammern gerade auch aus den jüngeren Klassen die den Mut hatten vor dem vielen Publikum mit ihren selbst geschriebenen Texten aufzutreten und allen Helfern der SMV, sowie den Lehreraufsichten.

Videos von den Auftritten der Slammer finden sich auf dem YouTube Kanal „SMV hoegy“, Fotos von der Veranstaltung auf der Seite „smv.hoegy.de“.

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